Tel. 09871 /9999

 

Verhalten bei Schmerzen

  1. Schmerzen bahnen sich in vielen Fällen über Tage an. Melden Sie sich deshalb rechtzeitig! Rufen Sie uns während der Sprechzeiten an unter 09871/9999. Außerhalb der Sprechzeiten finden Sie den Zahnarzt, der Dienst hat unter Notdienst.
  2. Merken Sie sich, wo die Schmerzen begonnen haben! Vermeiden Sie Selbstbehandlung am Zahn oder am Kiefer!
  3. Falls Sie ein Schmerzmittel einnehmen, bringen Sie die Packung mit! 
  4. Bei Kindern
    • Schmerzen die kommen, ca. 15-20 Min. anhalten und dann wieder verschwinden, sind meist Durchbruchbeschwerden, wenn im Mund keine Defekte, oder Entzündungen mit Fisteln, oder Schwellungen sichtbar sind.
    • Ausgeschlagene Front-Zähne (z. Bsp.Unfall oder Sturz ) in den Mund unter die Zunge legen, nicht reinigen, und schnellstens in die Praxis mitbringen - auch den Impfpass!!
    • Vermeiden Sie Süßes und übersüßte Getränke, wie Zuckertees, Limonaden etc. um den Bakterien die Nahrung zu entziehen. Regelmäßiges Zähneputzen beugt vor!
  5. Tipps bis zur Behandlung in der Praxis:
    • Falls ein deutlicher Defekt an einem schmerzenden Zahn zu erkennen ist, hilft manchmal darin eine Nelke oder ein Wattebausch, den man vorher in einem hochprozentigen Alkohol (nicht Spiritus!) getränkt hat.
    • Zahnfleisch-Entzündungen oder Taschen-Entzündungen kann man vorübergehend mit Kamille od. Salbei (Tee od. Extrakt) lindern, wenn vorher der Zahnbelag (Plaque) entfernt wurde.
    • Bei Nebenhöhlen-Entzündungen (Kieferhöhle) können die oberen Seitenzähne schmerzen. Es helfen Dampfbäder mit Kamille, mentolhaltigen Salben oder ätherischen Ölen.

Ursachen
Die Ursachen für Schmerzen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich können sehr vielfältig sein und sind oft für den Laien - manchmal auch für den Fachmann - nicht so leicht feststellbar. Beispielhaft seien hier einige Ursachen genannt, die immer wieder auftreten:

  1. Übersüßte Ernährung und Getränke in Verbindung mit schlechter 
    Mundhygiene Zahnbelag (Bakterien in klebriger Masse) Karies (Zahnfäule) und/ oder Parodontose: Zahnfleischbluten, manchmal auch eitriges Sekret, diffuse schwer lokalisierbare Schmerzen 
  2. fortgeschrittene Karies führt zu Zahnmark-Entzündung (Pulpitis): 
    heftiger Schmerz! Wurzelbehandlung folgt in aller Regel! 
  3. fortgeschrittene Zahnmark-Entzündung führt zu Kieferknochen-Entzündung meist mit eitrigem Abszeß: die Backe schwillt an, der Zahn "schwimmt" und ist nicht mehr belastbar. 
  4. Chronischer Schnupfen Kieferhöhlen-Entzündung: es schmerzen oft die oberen Seitenzähne, meist einseitig, unter´s Auge ausstrahlend 
  5. Psychischer Streß (Kummer, Trauer, unlösbare Probleme, Mobbing etc.) Knirschen und Pressen (meist nachts!): meist einseitiger, ins Ohr und Schläfe ausstrahlender Schmerz. Vielfach schmerzen einzelne Seitenzähne, die durch den starken Druck vom Gegenzahn hoffnungslos überlastet sind. Sie werden oft auch auf Kälte überempfindlich. 
  6. Zuwenig Trinken ( weniger als 2Liter täglich) führt häufig zu überempfindli chen Zähnen, weil zu wenig Speichel da ist, der die Zähne mineralisiert. 
  7. Zahndurchbruch bei Kindern und Jugendlichen (s. oben), beim Erwachsenen der Weisheitszähne mit entzündeter Umgebung: Kieferwinkel-,Halsschmerz 
  8. Spätfolge von Verletzungen durch äußerliche Gewalt oder Unfall sind:  abgestorbene Zähne (marktote Zähne), Zysten oder Entzündungen der Kierfer 
  9. Uberreizte oder entzündete Nervstränge führen zu anfallsartig, plötzlich auftretenden Schmerzen

Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Eine Diagnose stellt immer der Zahnarzt !

Weitere Infos zu Zahnschmerzen und Vorgehen finden Sie unter www.zahnwissen.de.