Zahnersatz

1. Die Krone 2. Die Brücke 3. Die Teilprothese

1. Die Krone

Vollgußkrone Einzelzahn-Defekte, die sich nicht durch eine Füllung restaurieren lassen, können mit einer Vollgußkrone zum Beispiel aus hochgoldhaltigen oder goldreduzierten Legierungen behandelt werden. Der Zahn bleibt erhalten und ist sicher geschützt. = die Standard-Lösung Subjektive Ästhetik Problematisch bei direktem Kontakt mit anderen Metallen, z. B. Amalgam Wirtschaftliche Lösung Zweckmäßig Kiefergelenkschonend da Metallaufbiß

Krone mit Kunststoffverblendung Die Standardverblendung Wirtschaftliche Lösung Begrenzte Haltbarkeit des Materials Verfärbungsgefahr Verfärbungsgefahr Metallanteil sichtbar

Krone mit Keramik-Verblendung Besonders im sichtbaren Bereich sind mit Keramik verblendete Kronen eine ästhetisch überzeugende Lösung. = die vorteilhafte Lösung Wirtschaftliche Verblendlösung Ästhetisch anspruchsvoll Verblendwerkstoff Keramik = schleimhautfreundlich, abriebfest temperaturempfindlich Bei individueller Schichtung kaum vom echten Zahn zu unterscheiden Jahrzehntelange, sehr gute Erfahrungen in Haltbarkeit und Ästhetik Individualisierbar mit Vollkeramikstufe (Rand aus Keramik)

Krone aus Vollkeramik = die ästhetisch perfekte Lösung ohne störende Metallränder. Vom natürlichen Zahn nicht zu unterscheiden. Entspricht den höchsten ästhetischen Ansprüchen Sehr gute Bioverträglichkeit Zementierung durch den Zahnarzt Nicht universell einsetzbar Ausgedehnte Zahnpräparation notwendig

Kunststoffkrone - metallfrei = die einfache Lösung Kein Metallgeschmack Einfache, schnelle Fertigung und Zementierung Kostengünstige Variante Ästhetisch nicht lange befriedigend (Belagbildung möglich) Kurze Haltbarkeit des Materials Sollte nur als Übergangslösung verwendet werden

Galvanokrone = die alternative Lösung Bioverträglichkeit da 999 Feingold und Keramik Verblendwerkstoff Keramik Sehr gute Paßgenauigkeit Einfaches Zementieren durch den Zahnarzt Kleiner Metallrand aus Gold ist evtl. sichtbar

Veneer (Verblendschale) Optimalste Ästhetik Sehr gute Bioverträglichkeit Zeitintensive Adhäsivbefestigung Hauchdünne Keramikschale Maximaler Erhalt der Zahnsubstanz Nicht universell einsetzbar

2. Die Brücke (Zahntechnik, dental-world)

Vollgußbrücke Zahnlücken lassen sich mit einer Vollgußbrücke schließen. Die Nachbarzähne werden als Pfeiler überkront. Die Brücke wird aus hochgoldhaltigen, goldreduzierten oder edelmetallfreien Legierungen gefertigt. Ästhetisch unbefriedigend Zweckmäßige, wirtschaftliche Lösung Schonend für das Kiefergelenk, da Metallaufbiß Kostengünstig Jahrzehnte lang bewährt Einfache Zementierung durch den Zahnarzt

Teilverblendete Brücke Die Teilverblendung mit Keramik ist im sichtbaren Bereich eine ästhetisch gute Lösung. Im Backenzahnbereich bleibt das Metall sichtbar. Zweckmäßige, wirtschaftliche Verblendlösung Funktionalität steht im Vordergrund Kiefergelenkschonend, da der Kaubereich aus Metall gearbeitet ist Ästhetischer Kompromiß Jahrzehntelang bewährt Durch Individualisierung von echten Zähnen kaum zu unterscheiden Einfache Zementierung durch den Zahnarzt

Vollverblendete Brücke Alle Kronen und Brückenglieder können auch vollverblendet werden. Eine ästhetisch hochwertige Lösung. Ästhetisch anspruchsvoll - fast kein Metall sichtbar Individualisiert, von einem echten Zahn kaum zu unterscheiden Sehr zu empfehlende Versorgung Jahrzehnte lang bewährte Lösung Einfache Zementierung durch den Zahnarzt

Die Polyglasbrücke Kein Metallgeschmack Zahnähnliches Verhalten der verwendeten Werkstoffe Nicht universell einsetzbar Geringe Belastbarkeit Belagablagerungen möglich, da die Oberfläche nicht so glatt ist wie Metall oder Keramik Ausgedehnte Präparation der Zahnsubstanz

Die Vollkeramikbrücke Hochwertige Lösung für eine Lückenversorgung Sehr gute Bioverträglichkeit Vollendete Ästhetik Nicht universell einsetzbar Nur für kleine Frontzahnbrücken mit einem zu ersetzenden Zahn Ausgedehnte Präparation der Zahnsubstanz

3. Die Teilprothese (verankert mit Klammern, Teleskopen, Geschiebe, Riegel)

Klammerprothese Müssen mehr als fünf Zähne ersetzt werden, ist die Klammerprothese eine bewährte und sichere zahntechnische Lösung. Klammern sichern den Sitz der Prothese. Sie liegen allerdings oft im sichtbaren Bereich und werden als unästhetisch und störend empfunden. Die günstigste Lösung. Gebogene Klammern sichern den Sitz der Prothese nur ausreichend Ästhetisch unbefriedigend Stabilität nur ausreichend Sehr preisgünstig und wirtschaftlich Leichte Instandsetzung und Erweiterungsfähigkeit Abrasion der Zähne durch Klammern Häufig als störend empfunden: Bedeckter Gaumen mit Kunststoff im Oberkiefer

Partielle Prothese Partielle Prothese, u. a. zum Ersatz von Freiendsituationen Bewährte Versorgungsmöglichkeit für den zahnlosen Backenzahnbereich. Die Prothese ist herausnehmbar. Die Standardlösung. Gußklammern sichern den Sitz der Prothese relativ gut. Ästhetisch unbefriedigend Stabile Konstruktion, da Einstückguß Preisgünstig und wirtschaftlich Erweiterbarkeit bei Zahnverlust Starke Abrasion der gesunden Zähne durch Klammern möglich Häufig als störend empfunden: bedeckter Gaumen mit Kunsttoff oder Metall

Teleskopkronen Klammerloser Zahnersatz, der nur durch mehrere sogenannte Teleskope sicher gehalten wird. Hoher Tragekomfort, da klammerlos, und grazile Gaumenplatte. Die anspruchsvolle Lösung. Günstige Belastung und Stabilisierung des Restzahnbestandes Sehr gute Ästhetik möglich (je nach Neigung des Restzahnbestandes) Gute Reinigungsmöglichkeit Leichte Instandsetzung und Erweiterungsfähigkeit Sehr guter Tragekomfort Erhöhter Platzbedarf bei Doppelkronen Verblendmaterial Kunststoff Sehr gut individualisierbar, daher den natürlichen Zähnen gut nachempfindbar Kleiner Teil im Gaumenbereich kann verdeckt sein

Teleskopkronen mit Klammern Doppelkronen sichern zuverlässig den Halt von herausnehmbaren Brücken oder auch Prothesen. Die Gaumenplatte gibt dem Zahnersatz Stabilität, die Klammern im Backenzahnbereich sichern zusätzlich den Halt. Die Alternative aus der Standardlösung und anspruchsvolle Lösung Vorteil der Ästhetik von Teleskopkronen und Wirtschaftlichkeit von Klammern als Halte- und Stützelemente. Häufig unphysiologische Belastung des Zahnhalteapparates: Eine Teleskopkrone muß parallel nach oben abgehoben werden, eine Gußklammer hingegen muß aus einem untersichgehenden Bereich gehebelt werden Kippung und Belastung aller Zähne möglich

Große Brücken Durch sogenannte Geschiebe-Elemente wird die Prothese verankert. Die Prothese hält ohne Klammern, die Halteelemente sind nicht sichtbar. Ästhetisch hochwertiger Zahnersatz. Eine komfortable Lösung mit einer Kombination aus Brücke und Prothese Sehr gute Ästhetik durch Kronen und Brückentechnik mit Verblendmaterial Keramik Gute Reinigungsmöglichkeit des herausnehmbaren Teils des Zahnersatzes Verbindung durch ein feinmechanisches Halte- und Stützelement sehr grazil Sehr guter Tragekomfort Sehr gut undividualisierbar Günstige Belastung und Stanilisierung des Restzahnbestandes Ein kleiner Teil des Oberkiefer-Gaumens kann bedeckt sein

Kronen mit Riegelgeschiebe, kleine Prothesenbasis Kombination aus festsitzemdem und herausnehmbaren Zahnersatz. Anspruchsvolle Lösung mit hohem Tragekomfort. Die anspruchsvolle Lösung mit "Pfiff". Ästhetisch sehr anspruchsvoll, da Verblendmaterial der festsitzenden Kronen- oder Brückenteile aus Keramik-Verblendmaterial besteht Beste Nachbildung natürlicher Zähne möglich Höchster Tragekomfort einer Freiendsituation Absolute Gaumenfreiheit Sehr gute Reinigungsmöglichkeit des herausnehmbaren Teils Verbindung durch ein feinmechanisches Verbindungselement Nicht individuell einsetzbar

Teleskopkronen und Riegel Herausnehmbare Brücke mit Teleskopkronen und sogenannten Riegeln. Es gibt keinen störenden Prothesenverbinder. Der Gaumen bleibt frei. Optimaler Tragekomfort und hervorragende störungsfreie Kau- und Sprachfunktion. Die High End-Lösung. Günstige Belastung und Stabilisierung des Restzahnbestandes Sehr gute Ästhetik möglich (je nach Neigung des Restzahnbestandes) Gute Reinigungsmöglichkeit Leichte Instandsetzung und Erweiterungsfähigkeit Sehr guter Tragekomfort Erhöhter Platzbedarf bei Doppelkronen Verblendmaterial Kunststoff Sehr gut individualisierbar, daher den natürlichen Zähnen gut nachempfindbar Verbindung durch ein feinmechanisches Halte- und Stützelement Hoher Tragekomfort und sicheres Kauen durch die zusätzliche Sicherung eines "Riegels"

Kronen mit Geschiebe Kombination aus festsitzemdem und herausnehmbaren Zahnersatz. Anspruchsvolle Lösung mit hohem Tragekomfort. Die anspruchsvolle Lösung mit "Pfiff". Ästhetisch sehr anspruchsvoll, da Verblendmaterial der festsitzenden Kronen- oder Brückenteile aus Keramik-Verblendmaterial besteht Beste Nachbildung natürlicher Zähne möglich Höchster Tragekomfort einer Freiendsituation Absolute Gaumenfreiheit Sehr gute Reinigungsmöglichkeit des herausnehmbaren Teils Verbindung durch ein feinmechanisches Verbindungselement Nicht individuell einsetzbar

Quelle: www.dental-world.de